3. Sommerakademie @ Häselburg

Zum nunmehr dritten Mal lädt die Haselburg Gera zur alljährlichen Sommerakademie. Die Kurse stehen in enger Verbindung zum diesjährigen Ausstellungsthema in der Neuen Galerie für Zeitgenössische Kunst. Unter dem Motto DAS BAUHAUS LEBT! beschäftigen wir uns mit künstlerischen Techniken, die am historischen Bauhaus eine tragende Rolle spielten und/oder die Idee des Bauhauses fortschreiben und somit zum Kanon gegenwärtiger Kunstproduktion gehören. Die Kurse sind – ganz im Sinne des Bauhauses – Experimentierfelder zum Ausprobieren für jede*n ab 14 Jahre!

15.–21. Juli 2019
jeweils 17–20.30 Uhr

Datum
15.–21. Juli 2019

Uhrzeit
17–20.30 Uhr

Datum
15.–21. Juli 2019

Uhrzeit
17–20.30 Uhr

Datum
15.–21. Juli 2019

Uhrzeit
17–20.30 Uhr

Graffiti

Mit Thomas Prochnow, Dipl.–Künstler

Graffiti ist inzwischen fester Bestandteil der Jugendkultur und aus dem urbanen Raum nicht mehr wegzudenken. Der Graffiti-Workshop vermittelt unter Anleitung eines langjährig arbeitenden Graffitikünstlers die verschiedenen Graffititechniken mit Dose, Tape, Schablone u. a. Im Zentrum des Kurses steht der künstlerische Aspekt des Graffiti als ästhetische Ausdrucksform der Sub- und Jugendkultur, die gegen die etablierte Institution Kunst rebellierte und damit Kunst in den öffentlichen Raum übertrug. Der Kurs fuhrt nicht nur in die grundlegenden Maltechniken des Graffiti ein, sondern mochte Farb-Form- und Flächenbeziehungen untersuchen. Nach der Erarbeitung einer Vorlage wird in kleinen Übungen der Umgang mit Sprühfarbe auf einer Flache trainiert. Angestrebt wird die Gestaltung eines eigenen „Pieces“ – wie z. B. die Bemalung einer Wand oder Holzplatten, die später im Treppenhaus der Haselburg oder im öffentlichen Raum Geras gezeigt werden können.

Happening und Fluxus

Mit Burkhard Schlothauer, Komponist, Musikwissenschaftler, M. A.
Dr. phil. Claudia Tittel, Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin, Dozentin an der Bauhaus-Universität Weimar

Fluxus, der von George Maciunas fur eine Gruppe von Künstler*innen erfundene Begriff, wurde in den 1960er Jahren zu einem Label, einer Marke für eine gattungsübergreifende Kunstpraxis und einen erweiterten Kunstbegriff, in dem die Grenze zwischen Kunst und Leben, zwischen Musik und Literatur, zwischen Konzert und Theater, Zufall und Determination ausgelotet wurde. In den sogenannten Fluxus-Events wurden nicht nur die medialen und musealen Dispositive gesprengt, sondern multisensuale, prozessorientierte Kunstwerke, d. h. kleine Performancestücke
geschaffen. Im Kurs soll sowohl den künstlerischen als auch theoretischen Vorläufern von Fluxus nachgegangen werden. Neben der Lektüre zentraler Texte von und über die Fluxisten, werden wir den Kurs zu einem Experimentierfeld machen und Events der Fluxisten auffuhren. Wir werden zudem eigene kleine Performances im Geiste der Fluxisten erfinden und dabei selbst zu Fluxuskünstler*innen

Stop Motion

Wolltest du schon immer wissen, wie ein Trickfilm entsteht, starre Figuren zu laufen anfangen, Gegenstande sich durch Geisterhand bewegen oder wie die Zaubertricks von Youtubern funktionieren? In diesem Kurs wollen wir uns mit der Filmtechnik Stop-Motion und Legetrick beschäftigen. Collagen, Zeichnungen, Gegenstande und Personen werden wir sprichwörtlich in Bewegung versetzen. Du wirst Deine Ideen und Geschichten, egal wie durchgedreht und verrückt diese sind, vor der Kamera zum Leben erwecken. Nach der Erarbeitung Deiner Vorstellung in einem kleinen Skript und Storyboard werden Ablaufe, Umsetzung und Techniken besprochen; Objekte, Figuren und Hintergrunde gestaltet und filmisch festgehalten. Ein Film ohne Ton ist nicht wirklich spannend und mitreisend, deshalb werden wir unsere eigene Musik komponieren, Atmosphären aufnehmen und Geräusche erzeugen. Lass uns zusammen mit Deiner Fantasie die Grenzen der Physik aufheben und neu gestalten.