100 Jahre Bauhaus –
WIR BAUEN MIT!

B100.1 Werkstatt_Bühne

Es lebt! – Das Mechanische Ballett 
– Stop- Motion und Legetrick

In dieser Werkstatt wollen wir uns mit der Filmtechnik Stop-Motion und Legetrick beschäftigen. Ganz im Zeichen von Kurt Schmidts Mechanischem Ballett spielen dabei geometrische Grundformen die Hauptrolle in unseren kleinen Filmen. Die tanzenden Formen sollen dabei Eurer Vorstellungskraft entspringen, sodass am Ende kleine Choreografien entstehen. Durch Eure Ideen und Geschichten werden wir alles Nicht-Gegenständliche vor der Kamera zum Leben erwecken. Nach der Erarbeitung eines Stücks in einem kleinen Skript und Storyboard werden Abläufe, Umsetzung und Techniken besprochen; Objekte, Figuren und Hintergründe gestaltet und filmisch festgehalten.

Zu Zeiten des Bauhauses Das Mechanische Ballett des Bauhaus-Studenten Kurt Schmidt aus dem Jahr 1923 gehört zu den bedeutendsten Bühnenwerken des Bauhauses. Es verbindet Kunst, Musik und Tanz/Bewegung zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk.  Abstrakte Figurinen – zwischen Konstruktivismus, Futurismus und Maschinentheater angesiedelt – bewegen sich zu moderner Musik. Die Möglichkeit, geometrische Grundformen und Bewegung neu zu interpretieren und zu organisieren, stand dabei im Mittelpunkt.

Dozent
Nils Lauterbach, Medienkünstler, B. A.
Klassenstufe
5.– 12.
Lehrplanempfehlung
Kunst, Werken, Medien
Dauer
8 Unterrichtsstunden

B100.2 Werkstatt_Bühne

Tanz! Fläche!

Von Flächen ausgehend wird ein Ensemble entwickelt, das miteinander tänzerisch und spielerisch agieren kann. Die geometrischen Grundformen werden untersucht und in Szene gesetzt. Über die Grundfarben forschend wird eine Charakteristik der Farben erarbeitet. Die Figuren werden Akteur*innen in einem Stück und/oder Video.

Zu Zeiten des Bauhauses Trotzdem Das Mechanische Ballett von Kurt Schmidt zu den Ikonen des Weimarer Bauhauses gehört, ist sein Erfinder fast vergessen. Schmidt beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit geometrischen Grundformen, entwarf aber auch Bühnenbilder. Vor allem im Mechanischen Ballett zeigt sich Schmidts Experimentierfreudigkeit, aber auch sein intermedialer Ansatz, der ein Wesenszug des Bauhauses war.

Dozent
Erik Buchholz, Dipl.-Künstler
Klassenstufe
3.– 12.
Lehrplanempfehlung
Kunst, Werken
Dauer
8 Unterrichtsstunden

B100.3 Werkstatt_Bühne/Fotografie

Von der figuralen Abstraktion des Menschen zur Kunstfigur – Szenische Fotografie

In dieser Werkstatt „Szenische Fotografie“ wollen wir uns speziell mit dem Thema Kostümierung und der Bühnenidee Oskar Schlemmers beschäftigen. Die Abstraktion des menschlichen Körpers zur Kunstfigur – ganz nach dem Vorbild Schlemmers – ist das zentrale Element des Kurses. Dabei ist unser eigener Körper Vorlage für die Kunstfigur. Anhand von abstrakten Kostümentwürfen sollen neue gestalterische Ansätze entwickelt werden. Die kleinen Gesamtkunstwerke werden in performativen Szenen präsentiert und mit der Kamera eingefangen.

Zu Zeiten des Bauhauses Oskar Schlemmer, einer der ersten Meister am Bauhaus, von 1921 bis 1929 tätig, leitete ab 1923 die Bühnenwerkstatt. Sein Triadisches Ballett wurde weltbekannt. Mit seinen Bühnenideen und aufwändigen Kostümen entwickelte Schlemmer den „Menschen“ zur Kunstfigur. In ihr vereinen sich Tanz, Architektur, Kostüm und Musik. Die figurale Idee „Wie kann der Mensch zur Form werden?“ durchzieht seine Arbeiten wie ein roter Faden.

Dozent
Nils Lauterbach, Medienkünstler, B. A.
Klassenstufe
5.– 12.
Lehrplanempfehlung
Kunst, Werken
Dauer
8 Unterrichtsstunden

B100.4 Werkstatt_Malerei

Leuchtende Bilder!

Die Hinterglasmalerei mit ihrer extrem leuchtenden, kontrastreichen Farbigkeit und den vereinfachten Konturen ist auch heute noch faszinierend. Im Kurs sollen solcherart leuchtende Bilder entstehen und dabei die Freude am Gestalten von Formen und Farben erprobt werden. Ausgangspunkt des Kurses ist der Geraer Bauhauskünstler Kurt Schmidt, der bis ins hohe Alter Glasbilder geschaffen hat. Anknüpfend an seine malerischen Experimente sollen die Kursteilnehmer*innen im spielerischen Umgang mit geometrischen Formen neue künstlerische Losungen finden.

Zu Zeiten des Bauhauses Das Leben und Werk des Geraer Bauhauskünstlers Kurt Schmidt (1901–1991) war geprägt von seinem künstlerischen Umfeld am Bauhaus. 1921 ging er ans Bauhaus nach
Weimar, wo er Kurse bei Johannes Itten, Paul Klee und Wassily Kandinsky besuchte, aber auch von Theo von Doesburg viele Impulse erhielt. Sein Werk ist dementsprechend stark beeinflusst von verschiedenen Strömungen. Vom Konstruktivismus über malerische Annäherungen an Musik bis zu abstrakten bewegten Bildern, hat Schmidt ein vielseitiges CEuvre hinterlassen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eine Serie von Glasbildern mit dem Titel „Kompositionen“, in denen verschiedene geometrische Formen hintereinander auf vier Scheiben angeordnet sind, sodass sich diese gegenseitig durchdringen.

Dozent
Wolfgang Schwarzentrub, freischaffender Maler, VBK
Klassenstufe
3.– 12.
Lehrplanempfehlung
Kunst, Werken
Dauer
4 Unterrichtsstunden

B100.5 Werkstatt_Malerei

Abstrakte Kompositionen
– Ungegenständliches Gestalten

Der Spas am Malen und Zeichnen und die Freude an selbst gestalteten Bildern soll in diesem Kurs im Zentrum stehen. Ausgangspunkt des Kurses ist die Ausstellung BAUHAUS.LINES in der Neuen Galerie für Zeitgenössische Kunst der Haselburg, die herausragende Positionen nicht gegenständlicher Malerei in der Nachfolge des Bauhauses von 1965 bis heute präsentiert. Mit einfachen Mitteln sollen im Kurs geometrische Kompositionen entstehen. Zeichnung und Malerei, aber auch einfache Drucktechniken werden genutzt.

Zu Zeiten des Bauhauses Farbe bildete einen Hauptschwerpunkt in der gestalterischen Lehre am Bauhaus, nicht nur aufgrund ihrer Bedeutung für die abstrakte Bildform, sondern als grundlegendes Gestaltungselement. Auf der Grundlage der Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe und Philipp Otto Runge entwickelten Johannes Itten, Paul Klee und später Wassily Kandinsky eine psychologische Farblehre, in der Farben bestimmten Empfindungen und Formen zugeordnet wurden.

Dozentin
Barbara Toch, Dipl.-Künstlerin
Klassenstufe
3.– 12
Lehrplanempfehlung
Kunst, Werken
Dauer
4 Unterrichtsstunden

B100.6 Werkstatt_Graffiti

Form und Farbe

Im Workshop werden grundlegende Maltechniken des Graffiti erklärt. Nach einer kurzen theoretischen Einleitung soll das Hauptaugenmerk auf der gemeinsamen Gestaltung einer Wandfläche liegen. Dabei wird speziell auf Formen, Farben und Flachen eingegangen und ihre Beziehungen zueinander untersucht. Nach der Erarbeitung einer Vorlage wird in kleinen Übungen der Umgang mit Sprühfarbe trainiert. Die erlernte Technik wird später auf eine größere Flache übertragen.

Zu Zeiten des Bauhauses Wassily Kandinsky, Bauhaus-Meister und stellvertretender Bauhaus-Direktor, prägte das Bauhaus durch seine besondere Form- und Farblehre. Der Zusammenhang zwischen Farben und Formen nahm in Kandinskys Denken und Kunstpädagogik einen zentralen Platz ein. Die für das Bauhaus charakteristische Zuordnung der Grundfarben Rot, Gelb, Blau zu den geometrischen Formen Quadrat, Dreieck und Kreis geht auf seine Farb- und Formenlehre zurück.

Dozent
Thomas Prochnow, Dipl. Künstler
Klassenstufe
6.– 12.
Lehrplanempfehlung
Kunst
Dauer
4 Unterrichtsstunden

B100.7 Werkstatt_Freie Kunst

Experiment Bauhaus

Das Bauhaus hat in allen Bereichen seine Spuren hinterlassen: Ob in der Fotografie, der Malerei, im Design oder Handwerk – alle Bauhäusler*innen entwickelten ihre eigene Bildsprache. Im Kurs soll den unterschiedlichen Herangehensweisen der Bauhäusler*innen nachgegangen werden und im spielerischen Experiment neue künstlerische Ideen entwickelt werden. Alle Medien und Techniken sind erlaubt: Von der performativen Intervention auf der Straße, Graffitis an Hauswänden bis zum großen abstrakten Leinwandbild oder inszenierter Fotografie darf alles ausprobiert werden.

Zu Zeiten des Bauhauses Das Bauhaus war nicht nur eine Design-, Architektur- und Kunstschule, sondern auch Ausbildungsstätte für Weber*innen, Dekorateur*innen, Wandmaler*innen, Filmemacher*innen, Fotograf*innen etc. Am Bauhaus wurde mit den unterschiedlichsten Materialien experimentiert und dabei die traditionellen Gattungsgrenzen überwunden. So gab das Bauhaus viele Impulse zur Erweiterung des Kunstbegriffs.

Dozenten
Dozenten Thomas Prochnow und Joachim B. Schulze,  
Dipl.-Künstler
Klassenstufe
4.– 12
Lehrplanempfehlung
Kunst 
Dauer
4 Unterrichtsstunden